Evil
„Evil“ – Jack Ketchum
Horror
Taschenbuch Ausgabe – 320 Seiten
Heyne Verlag
ISBN 9783453675025
8,95€
Die Eltern von Meg und Susan kamen bei einem Autounfall ums Leben. Ruth Chandler (alleinerziehend) und deren drei Söhne sind die nächsten Verwandten, und dort werden die beiden Mädchen einquartiert.
Die ältere Meg ist bildschön, ihre Schwester Susan nach dem Unfall auf Gehilfen angewiesen. Ruth hat nun fünf Mäuler zu stopfen, doch niemand im Ort scheint danach zu fragen, ob das vielleicht eine Überforderung für Ruth darstellen könnte.
Ruth, die von ihrem Mann verlassen wurde und sich nun allein mit fünf Kindern durchschlagen muss, empfindet die neuen Mitfresser als Zumutung. Speziell Meg ist ihr ein Dorn im Auge. Und allmählich verwandelt sich Argwohn und Abneigung in blanken irrsinnigen Hass, der offen als Sadismus zu Trage tritt. Ruth sperrt Meg in den Keller, misshandelt das Mädchen, animiert ihre Söhne dazu, es ihr gleich zu tun. Nachbarskinder gesellen sich dazu, machen mit. Und die Dinge eskalieren immer mehr.
In einem Stück kann man dieses Buch eigentlich gar nicht lesen, weil man minütlich über die Grausamkeiten stockt. Wie bei einem Film, versucht man sich vielleicht noch zu verstecken, hinter der eigenen Hand und linst dann doch zwischen den Fingern hindurch, aber es gibt kein entkommen. Jack Ketchum, der vor kaum etwas zurück schreckt ist ein Horrorbuch gelungen, das man so schnell nicht vergessen wird. Zum Teil vielleicht auch, weil es auf einer wahren Begebenheit beruht.
An dieser Stelle möchte ich aus Respekt dem Opfer gegenüber keine Sterne vergeben.
#TE






